Der Benutzer kommuniziert mit dem Internet über einen Webbrowser, der die folgenden Aufgaben erfüllt:
Webseiten laden und anzeigen
Ein Klick auf einen Hyperlink führt zu einer bestimmten Webseite.
- Statt eines Klicks auf einen Hyperlink kann der Benutzer eine URL auch explizit auf der Befehlszeile des Browsers eingeben.
Durch Seiten navigieren
Mit Hyperlinks und konventionellen Navigationsmöglichkeiten wie 'Nächste Bildschirmseite' oder 'Vorangehende Bildschirmseite' bewegt sich der Benutzer durch die multimediale Information einer Webseite.
Seiten suchen
Mit dem Browser kann der Benutzer die laufende Webseite vollständig durchsuchen (Volltextsuche).
- Neben der Volltextsuche ermöglicht der Browser den Zugang zu einer Suchmaschine, die eine praktisch beliebig grosse Menge von Webseiten indiziert.
Seiten speichern
Speicherformat wählen (Webseiten können in HTML oder in einem Textverarbeitungsformat gespeichert werden)
- Ausgewählte Texte und Bilder speichern (Mit Copy und Paste kann der Benutzer Texte und Bilder einer Webseite weiterverwenden)
Browser anpassen
zum Beispiel die automatische Startseite wählen
- zum Beispiel eine URL als Favorit speichern.
Viele Applikationen können über einen Hyperlink den Webbrowser aufrufen. Wenn Sie zum Beispiel aus einer Excel-Arbeitsmappe auf Informatik 1 klicken, dann erscheint die Webseite mit der Adresse http://www.wwz.unibas.ch/wi/lehre/i1/mbi1.html.
Wer selbst Webseiten entwickeln möchte, erstellt sie in einem Webeditor wie MS FrontPage oder exportiert sie aus allgemeineren Werkzeugen, zum Beispiel einer Applikation
der MS Office-Suite (etwa Word, Excel oder Access).
Die
Übung
Notenblatt.htm zeigt nicht nur, wie aus Excel der
Webbrowser aufgerufen
werden kann, sondern auch, wie Sie einen Teil eines Tabellenblattes in eine Webseite
konvertieren.
Hypertext Markup Language (HTML) ist ein Standard zur Erstellung von Dokumenten, die auf dem World Wide Web angeboten werden. Ein Dokument (eine Webseite) wird vom Web Server an jeden Web Client gesandt, der es anfordert. Dazu muss die Webseite sowohl vom Web Server als auch vom Browser (Web Client) decodiert werden.
Autorenwerkzeuge für das Web trennen zwischen dem standardisierten HTML-Quellcode und der Benutzeroberfläche des Webbrowsers, der den Code übersetzt. Das Internet überträgt nur den Code und erst der Webbrowser interpretiert diesen so, dass er benutzerverständlich präsentiert werden kann. HTML regelt in erster Linie die Form (Präsentation) einer Webseite. Erweiterungen wie XML spezifizieren auch inhaltliche Aspekte.
HTML beschreibt die Form von Webseiten. Der folgende Text zeigt einen Ausschnitt aus einem HTML-Dokument:
<HTML>
<HEAD>
<TITLE>Formatierungsbeispiel
</TITLE>
</HEAD>
<BODY>...
<P ALIGN="LEFT">
<FONT COLOR=Red SIZE="3">...
</FONT>
</P>...
</BODY>
</HTML>

Das Beispiel zeigt, dass
HTML jede Webseite zwischen das Befehlspaar
<HTML>
und
</HTML> bettet.
Der Vorwärtsstrich / schliesst einen Befehl ab. Das Element HEAD
(das heisst der Text zwischen <HEAD> und </HEAD>) enthält eine Kurzbeschreibung für den Entwickler. Diese ist nur im Webeditor,
nicht aber im Browser sichtbar. Obligatorisch ist in dieser Beschreibung
nur das TITLE-Element. BODY leitet jene Texte oder Bilder ein, die vom Browser
angezeigt werden. P ALIGN=LEFT
zeigt den Absatz (paragraph) bis
/P
linksbündig an.
<FONT COLOR=Red SIZE="3">...</FONT>
spezifiziert schliesslich
einen Zeichensatz der Farbe rot und der Grösse 3. Im Gegensatz zu den
übrigen Elementen enthalten P und FONT zusätzlich Attribute wie ALIGN und Werte
wie "LEFT".
Die folgenden Bildschirmausschnitte zeigen Webseiten, die durch Hyperlinks verbunden sind. Der Quellcode des ersten Ausschnitts enthält die Überschrift Hello Web Browser und einen Hyperlink zu einem zweiten Dokument. Der zweite Ausschnitts enthält die Überschrift Jumped to this Document from Web Browser und einen Hyperlink zurück zum ersten Dokument.
Die folgende Tabelle stellt die Browser- und Codesicht dieser beiden Webseiten gegenüber. Das Befehlspaar <A>...</A> (Anchor) ist das wichtigste Element von HTML. Es bettet einen Text ein, der Start oder Ziel eines Hyperlinks ist. <A> enthält in den folgenden Beispielen das Attribut HREF=. Nach HREF folgt als erstes die Adresse der Webseite, die nach einem Klick auf den Hyperlink in den Browser geladen wird. Die zweite Zeichenkette ist der Hypertext, auf den der Benutzer klicken kann. Er ist in der Regel unterstrichen und blau. Sobald Sie den Cursor auf den Hypertext bewegen, ändert sich die Form des Cursors.
|
Webseite |
Browsersicht |
HTML-Sicht |
|
START.HTM |
Hello
Web Browser |
<P>Hello
Web Browser</P> |
|
JUMP.HTM |
Jumped
to this document from Hello Web Browser |
<P>Jumped
to ...</P> |
Excel bietet nicht nur die Möglichkeit, Hyperlinks zu lokalen Dateien oder zu Webseiten in ein Tabellenblatt aufzunehmen, sondern lässt Sie auch aktive Webseiten erstellen. Diese sammeln Daten von einem Webteilnehmer und senden sie einem Webserver. Der Excel-Entwickler kann dazu Dialogelemente wie Menüs oder Schaltflächen (buttons) auf einem Tabellenblatt platzieren, damit der Endbenutzer Daten eingeben kann.